VERBUND und Salzburg AG: Brunnen durch geplantes Salzachkraftwerk Golling nicht betroffen

31.03.2025
zweiter Energiedialog Golling © VERBUND

Energiedialog Golling v.l.n.r Projektleiterstellvertreter Thomas Lebesmühlbacher, Vizebürgermeister Stephan Loidl, Bürgermeister Martin Dietrich, Projektleiter Hannes Badura

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Die Projektbetreiber VERBUND und Salzburg AG luden am Freitag, 28. März 2025, in die Mittelschule Golling ein, um über den aktuellen Planungsstand des geplanten Salzachkraftwerks Golling zu informieren. Zahlreiche Gollingerinnen und Gollinger folgten der Einladung, um ihre Fragen zu stellen und ihre Anliegen direkt mit den Projektbetreibern zu besprechen.
Projektleiter Hannes Badura: „Der Großteil der Fragen bezieht sich auf den Immissions- und Emissionsschutz. Derzeit arbeiten wir an den umfangreichen Unterlagen zur Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP), die 20 verschiedene Fachgebiete betreffen werden. Der Schutz der Anwohner vor Lärm, Staub und Erschütterungen hat dabei höchste Priorität. Das Projekt wird erst eingereicht, wenn alle Grenzwerte eingehalten werden und eine zufriedenstellende Lösung gefunden ist. Während des Baus werden die Werte durch kontinuierliche Messungen überwacht.“

Die vorbereitenden Immissions- und Emissionsmessungen und andere begleitende Untersuchungen werden noch bis in den Sommer andauern. Eine häufig gestellt Frage aus dem letzten Energiedialog Golling zu den Brunnen und Grundwasserspiegel konnte schon jetzt beantwortet werden:

Brunnen sind nicht betroffen
Weitestgehend abgeschlossen sind Auswirkungen auf Brunnen durch das Kraftwerksprojekt. Dazu wurde ein umfassendes Grundwassermodell unter Berücksichtigung der Jahreszeiten und aktuell vorhanden Schwankungen erstellt. Am Kraftwerkstandort und in dessen Umgebung wird sich der Grundwasserspiegel nicht bzw. nur minimal ändern. Die Wassermenge vor und nach der Kraftwerksanlage bleibt unverändert.

„Uns ist es wichtig sämtliche Brunnenanlagen im Bereich des Kalkwerks und der Kaindlsiedlung zur Beweissicherung zu erfassen. Darum bitten wir Grundeigentümer mit einem Hausbrunnen diese bei der Gemeinde oder den Projektbetreibern zu melden,“ ergänzt Projektleiterstellvertreter Thomas Lebesmühlbacher.

Brunnenmeldungen per E-Mail: energiedialog-golling@verbund.com oder an die Gemeinde Golling (+43 6244 4223) gemeinde@golling.salzburg.at mit Namen, Adresse und Telefonnummer

Neuer Bürgerbeirat für Kraftwerk Golling
In Golling wurde mit Jahresbeginn ein Bürgerbeirat ins Leben gerufen, der sich mit dem Kraftwerksprojekt „Salzachkraftwerk Golling“ befasst und eine wichtige Plattform für den Austausch zwischen den Bürger:innen und Projektentwicklern darstellt. Die Gründung dieses Beirats ist ein bedeutender Schritt in Richtung einer offenen und transparenten Kommunikation, die es den Anwohnern:innen ermöglicht, umfassend informiert ihre Anliegen direkt und zeitnah in die Projektentwicklung einzubringen.

Die Mitglieder des Beirats wurden von der Gemeinde vorgeschlagen und repräsentieren eine breite Palette von Meinungen und Interessen, was sicherstellt, dass die Anliegen aller Gollinger:innen Gehör finden. Regelmäßige Treffen und Informationen über den Fortschritt des Projekts schaffen eine Basis für einen konstruktiven Dialog.

Arno Urbanek: „Ich nehme am Bürgerbeirat teil, weil es mir wichtig ist, unsere Stimmen aktiv in die Planung des Kraftwerks einzubringen. Die Möglichkeit, direkt mit den Projektentwicklern zu kommunizieren und so Einfluss auf die Zukunft unseres Ortes zu nehmen, ist eine Chance, die wir nutzen sollten. Nur gemeinsam können wir sicherstellen, dass die Interessen der Gollinger gehört werden.“

Netzanschluss erfolgt per Erdkabel
Der Netzanschluss des geplanten Salzachkraftwerks Golling wird auf der Mittelspannungsebene im 30-kV Netz des Umspannwerks Golling, erfolgen. Ausgehend vom Umspannwerk Golling bestehen in Richtung des geplanten Kraftwerkstandorts bereits eine Erdkabelverbindung und eine Freileitungsverbindung zum Gewerbegebiet der Firma Leube. Für das Kraftwerk sind somit keine neuen Leitungen erforderlich. Das Anschlusskonzept sieht vor, im Realisierungsfall die bestehende 30-kV Freileitung durch ein Erdkabel zu ersetzen, d.h. die vorhandene Freileitung abzubauen und zu „verkabeln“.

Weiterer Zeitplan und Infomöglichkeit
Die Einreichung der umfassenden Unterlagen zur Umweltverträglichkeitsprüfung ist für Herbst 2025 geplant. Die Prüfung dauert bei derartigen Projekten in der Regel zwei bis drei Jahre, womit ein Baubeginn frühestens 2028 realistisch ist. Die Bauzeit beträgt mit den ökologischen Vorarbeiten bis zu vier Jahre.

Mit dem Bürgerbeirat, einem Newsletter, einer Projektwebsite, dem Infopoint der Salzburg AG in der Ortstelle Golling und weiteren Dialogveranstaltungen werden die Projektbetreiber den Austausch mit der Bevölkerung fortsetzen.
Das geplante Salzachkraftwerk Golling ist nicht nur ein bedeutendes Projekt für die regionale Energieversorgung, sondern auch ein Beispiel für gemeindebasierte Planung und Zusammenarbeit.

Die Salzburg AG ist ein innovatives, digitales und nachhaltiges Green Tech Unternehmen, das mit seinen Produkten und Dienstleistungen das Leben der Salzburgerinnen und Salzburger erleichtert. Aufgrund seines einzigartigen Portfolios kann das Unternehmen digitalisierte Lösungen in allen Lebensbereichen anbieten. Nachhaltige und klimafreundliche Versorgung mit sauberer Energie, Telekommunikation, Internet und Kabel TV sind allen Salzburgerinnen und Salzburgern garantiert. Die Salzburg AG ist außerdem Komplettanbieter in den Bereichen E-Mobilität und Photovoltaik. Im Geschäftsjahr 2023 verzeichnete die Salzburg AG mit rund 2.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern 2,7 Milliarden Euro Umsatz.


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Bürgerbeirat Salzachkraftwerk Golling
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