SLV-Betriebsratsvorsitzender zeigt sich erschüttert über pietätlose Inhalte und Behinderung von Einsatzkräften nach tragischen Unglücken
23.04.2026
Conrads: Mehr Würde und Respekt statt Sensationsgier
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Nach den zwei tödlichen Unglücken im Umfeld der Salzburg Linen zeigt sich der Betriebsratsvorsitzende der Salzburg Linien Frank Conrads tief betroffen – nicht nur über die Ereignisse selbst, sondern auch über den Umgang damit vor Ort und in sozialen Medien (WhatsApp, Facebook, Instagram…).
„Was wir derzeit erleben, macht mich fassungslos. Sensationsgierige Bilder, respektlose Kommentare und das ungefilterte Verbreiten von Inhalten rund um diese tragischen Ereignisse sind nicht nur unangemessen – sie sind zutiefst pietätlos“, so Conrads.
Einsatzkräfte brauchen keine Gaffer
Besonders kritisch sieht er auch das Verhalten sogenannter Gaffer an den Unfallorten: „Menschen, die filmen oder fotografieren, behindern Einsatzkräfte bei ihrer Arbeit. Das ist nicht nur respektlos gegenüber den Opfern und deren Angehörigen, sondern kann im Ernstfall Leben kosten. Die Einsatzkräfte brauchen Raum, Ruhe und Unterstützung – keine Kameras und kein Publikum.“
Rückhalt für Mitarbeiter:innen
Die beiden Unglücke haben nicht nur Angehörige und direkt Betroffene schwer getroffen, sondern auch viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Unternehmens tief erschüttert. „Unsere Kolleginnen und Kollegen stehen unter enormem emotionalem Druck. Viele sind täglich im Einsatz und müssen solche Situationen verarbeiten. Sie leisten unter schwierigsten Bedingungen ihren Dienst. Was sie jetzt brauchen, ist Rückhalt – und sicher keine öffentliche Zurschaustellung von Leid“, betont Conrads und ergänzt: „In solchen Fällen braucht es einen Schulterschluss in der Gesellschaft auf allen Ebenen: Kolleginnen und Kollegen, Führungskräfte bis hin zu den Eigentümern Stadt und Land.“
„Autoren“ zur Verantwortung ziehen
Der Betriebsratsvorsitzende stellt klar, dass auch die Entwicklungen in sozialen Medien nicht folgenlos bleiben dürfen: „Pietätlose Kommentare, das Verbreiten von sensiblen Bildern oder bewusst geschmacklose Beiträge überschreiten Grenzen. Solche Inhalte werden beobachtet und – wo rechtlich möglich – auch zur Anzeige gebracht. Es muss klar sein: Anstand gilt auch im digitalen Raum.“
Würde und Respekt an erster Stelle
Abschließend richtet er einen eindringlichen Appell an die Öffentlichkeit: „Bitte überlegen Sie genau, was Sie tun – vor Ort wie online. Hinter diesen Ereignissen stehen Menschen: Familien, Freundinnen und Freunde, Kolleginnen und Kollegen. Würde, Respekt und Mitgefühl müssen immer an erster Stelle stehen.“
Der Betriebsratsvorsitzende spricht den Angehörigen der Verunglückten sowie allen Betroffenen sein tiefes Mitgefühl aus und bedankt sich bei den Kolleginnen und Kollegen sowie bei den Einsatzkräften.
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