Fernwärme Nord-West Spange: 51 Millionen Euro für weitere Dekarbonisierung

07.10.2026

Mit Spatenstich beginnen die Bauarbeiten

Spatenstich Fernwärme Nord-West Spange © Salzburg AG/Bosnjak-Sendlhofer

v.l.n.r.: Konrad Grünwald, Geschäftsführer KAINDL, Aufsichtsratsvorsitzender Landeshauptmann a.D. Wilfried Haslauer, Michael Baminger, CEO Salzburg AG, Bürgermeister der Stadt Salzburg Bernhard Auinger, Christina Staude, Geschäftsführerin Salzburg Netz GmbH, Landesrat Maximilian Aigner, Herwig Struber, Vorstand Salzburg AG

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Mit dem Spatenstich für die Fernwärme Nord-West Spange setzt die Salzburg AG einen weiteren wesentlichen Schritt für den Ausbau der dekarbonisierten Fernwärmeversorgung. Die neue Transportleitung verbindet zukünftig das Gebiet rund um das Messegelände Salzburg mit dem Unternehmen Kaindl aus Wals-Siezenheim, wo die bestehende Abwärmenutzung ausgebaut wird zusätzlich nutzbare Abwärme wird dann in das Fernwärme Verbundnetz Salzburg-Hallein eingespeist. Der Bau der 3,5 km langen Leitung bildet einen wesentlichen Teil des Ringschlusses im Verbundnetz Salzburg-Hallein. Die Salzburg AG investiert rund 51 Millionen Euro in die Nord-West-Spange und schafft so die Voraussetzung, künftig rund 230 GWh regenerativer Abwärme pro Jahr aus dem sich in Bau befindlichen neuen Kaindl Kraftwerk in das Fernwärmenetz der Salzburg AG einzuspeisen.

Damit kann der Anteil CO₂-freier Wärme im Verbundnetz Salzburg-Hallein von derzeit rund 40 Prozent auf etwa 65 Prozent erhöht werden und ermöglicht die Aufschließung des Stadtteils Liefering mit Fernwärme. Die jährliche CO₂-Einsparung beträgt rund 55.000 Tonnen im Vergleich zur Erzeugung der Wärme mit Erdgas. Mit dieser Menge könnten rund 10.000 Haushalte in Salzburg mit Wärme versorgt werden. Die Nord-West-Spange leistet damit einen wesentlichen Beitrag zur Umsetzung der Unternehmensambition, die Wärmeversorgung bis 2040 weiter zu dekarbonisieren.

„Fernwärme ist ein Schlüssel für die Energietransformation – gerade in urbanen Räumen, wie im dicht besiedelten Salzburg. Die Salzburg AG verfolgt dabei das klare Ziel, die Wärmeversorgung bis 2040 vollständig zu dekarbonisieren. Das ist auch ganz klar in unserer Strategie und in unserer Ambition als Dekarbonisiererin verankert. Die Nord-West Spange zeigt hier gut, wie wir die Energietransformation in Kooperation mit starken Partnern vorantreiben“, erklärt CEO und Vorstandssprecher Michael Baminger.

Kooperation mit Kaindl bringt mehr dekarbonisierte Wärme für Salzburg
Zentraler Partner der neuen Nord-West Spange ist das Industrieunternehmen Kaindl. Die im Produktionsprozess anfallende Abwärme soll künftig über das Heizkraftwerk am Betriebsgelände des Unternehmens in das Netz der Salzburg AG eingespeist werden.

„Die Verfügbarkeit von Energie ist eine der zentralen Zukunftsfragen für Österreich und die heimische Industrie. Mit der derzeit im Bau befindlichen Kraft-Wärme-Kopplungsanlage schaffen wir die Voraussetzungen, um den gesamten Strom- und Wärmebedarf unserer Spanplatten- und Fußbodenproduktion künftig selbst zu decken. Damit machen wir unsere Standorte in Wals und Lungötz langfristig zukunftsfähig und unabhängig von Gas und Öl. Gleichzeitig leisten wir gemeinsam mit der Salzburg AG einen wichtigen Beitrag zur regionalen Energieversorgung und versorgen so Haushalte im Verbundnetz Salzburg-Hallein mit Fernwärme. Dieses öffentliche Interesse des Projekts wurde auch im Genehmigungsverfahren für unser Kraftwerk seitens der Behörden hervorgehoben“, so Konrad Grünwald, Geschäftsführer von Kaindl.

„Mit der Nord-West-Spange schaffen wir die Voraussetzungen, zusätzliche Wärme aus industriellen Prozessen für die Versorgung von Haushalten und Betrieben nutzbar zu machen. Damit investieren wir in eine Infrastruktur, die Salzburg langfristig zugutekommt“, sagt Herwig Struber, Vorstand der Salzburg AG.

Gemeinsames Projekt für Stadt und Land Salzburg
Das Land Salzburg arbeitet intensiv daran, das Land Salzburg bis 2050 klimaneutral zu machen. Projekte wie die Fernwärme Nord-West Spange tragen dazu bei. „Die Energiewende braucht konkrete Projekte und leistungsfähige Infrastruktur. Die Nord-West-Spange zeigt, wie bestehende Ressourcen sinnvoll genutzt und regionale Energiepotenziale erschlossen werden können. Solche Investitionen sind wichtig für eine nachhaltige Entwicklung des Wirtschafts- und Lebensraums Salzburg“, sagt Landesrat Maximilian Aigner.

Für die Stadt Salzburg bedeutet das Projekt einen weiteren Schritt hin zu einer modernen und leistungsfähigen Energieinfrastruktur. „Eine verlässliche und zukunftsorientierte Wärmeversorgung ist für eine Stadt wie Salzburg von großer Bedeutung. Die Nord-West-Spange schafft die Grundlage dafür, bestehende Potenziale besser zu nutzen und die Versorgung der Salzburgerinnen und Salzburger mit Wärme langfristig zu sichern“, erklärt Bürgermeister Bernhard Auinger.

Salzburg AG setzt Ringschluss des Fernwärmenetzes weiter fort
Die Errichtung der Nord-West Spange ist für den Ringschluss der gesamten Fernwärmeleitung im Verbundnetz Salzburg-Hallein essenziell. Seit dem Jahr 2022 arbeitet das Unternehmen auch auf der anderen Seite der Stadt am Ausbau der Wärmeversorgung. Mit dem Bau der Süd-West Spange, die den Flughafen Salzburg und das Gebiet um Himmelreich mit Maxglan verbindet, schafft man ab 2029 ein durchgängiges Fernwärmenetz im gesamten Stadtgebiet. Ein Abschnitt der Süd-West Spange soll noch heuer fertiggestellt werden, wodurch auch der Flughafen noch in diesem Jahr an das Wärmenetz der Salzburg AG angeschlossen und mit Fernwärme versorgt werden kann.

 

Hard Facts Fernwärme Nord-West Spange:

  • Bauzeit: 2026-2029
  • Wärmeabsatz: 230 GWh pro Jahr
  • Streckenlänge: 3,5 Kilometer
  • Geplante Investitionen: 51 Mio. Euro
  • Erhöhung der Dekarbonisierung der Fernwärme: 40 auf 65% im Verbundnetz Salzburg-Hallein
  • CO2 Einsparung pro Jahr: 55.000 Tonnen durch die Einspeisung von regenerativer Abwärme im Vergleich zur Erzeugung der Wärme mit Erdgas

Die Salzburg AG Gruppe ist eine digitale Unternehmensgruppe mit Geschäftsfeldern in Energie, Wasser, Telekommunikation und Mobilität. Im Bereich Energie betreibt und entwickelt sie Anlagen zur Strom- und Wärmeerzeugung sowie Infrastruktur für E Mobilität. Die Salzburg AG Gruppe arbeitet an Maßnahmen zur Reduktion von Emissionen und setzt entsprechende Projekte im Rahmen ihrer Unternehmensstrategie um.
Mit ihren Leistungen – darunter Energieversorgung, Trinkwasserversorgung, Telekommunikation, Internet, Kabel-TV und der öffentliche Verkehr der Salzburg Linien – stellt sie zentrale Infrastruktur für Kund:innen und Region bereit. Mit dem MönchsbergAufzug, der FestungsBahn, der WolfgangseeSchifffahrt und der SchafbergBahn sowie dem WasserSpiegel verbindet die Salzburg AG gemeinsam mit ihrer Tochter der Salzburg Tourismus GmbH Erlebnisqualität mit Infrastruktur und regionaler Wertschöpfung.
Im Geschäftsjahr 2025 erwirtschaftete die Salzburg AG Gruppe mit rund 2.700 Mitarbeiter:innen einen Umsatz von 2,1 Milliarden Euro.


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Spatenstich Fernwärme Nord-West Spange
3 500 x 2 333 © Salzburg AG/Bosnjak-Sendlhofer

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